Sanitäterball

Eine Völkerball-Variante mit Heilern: Jedes Team hat einen oder zwei Sanitäter, deren Identität geheim ist. Wer abgeworfen wird, setzt sich auf den Boden und kann vom eigenen Sanitäter durch Berührung „geheilt“ werden. Wird der Sanitäter selbst getroffen, ist die Heilung vorbei. Spannend, taktisch und mit ständigem Rätselraten, wer der Sanitäter ist.

Auf einen Blick

  • Art: Ball- und Wurfspiel (Mannschaft)
  • Alter: ab 8 Jahren
  • Gruppengröße: 12–40 Kinder, zwei Teams
  • Ort: Turnhalle oder abgegrenzte Wiese
  • Dauer: 15–30 Minuten
  • Vorbereitung: 5 Minuten
  • Aufwand: gering
  • Schwierigkeit: mittel – Taktik und Tarnung machen den Reiz aus

Material

  • 2–4 weiche Bälle (Softbälle, Schaumstoffbälle)
  • Leibchen für ein Team
  • Hütchen oder Linien für die Mittellinie

Vorbereitung

Spielfeld in zwei Hälften teilen. Zwei Teams bilden. Jedes Team bestimmt heimlich einen Sanitäter (bei großen Teams zwei) und teilt ihn der Spielleitung mit.

Ablauf

  1. Jedes Team steht in seiner Hälfte. Die Mittellinie darf nicht übertreten werden.
  2. Die Bälle werden ins Spiel gebracht. Ziel ist es, Gegner unterhalb der Schulter abzuwerfen.
  3. Wer getroffen wird (und den Ball nicht fängt), setzt sich an Ort und Stelle auf den Boden. Gefangene Bälle zählen nicht als Treffer.
  4. Der Sanitäter des eigenen Teams kann getroffene Spieler heilen, indem er sie an der Schulter berührt. Dann dürfen sie sofort weiterspielen.
  5. Wird der Sanitäter getroffen, ist er raus und kann nicht mehr geheilt werden. Ab jetzt bleiben Getroffene sitzen.
  6. Das Team, dessen Spieler zuerst alle sitzen, verliert.

Varianten

  • Offener Sanitäter: Der Sanitäter trägt ein Kennzeichen (für jüngere Kinder einfacher).
  • Krankenhaus: Getroffene müssen in ein Krankenhaus am Spielfeldrand, der Sanitäter muss sie dort abholen.
  • Doktor und Krankenschwester: Zwei Heiler mit unterschiedlichen Fähigkeiten (einer heilt nur Sitzende in der hinteren Hälfte).
  • Zombie-Kombination: Getroffene dürfen sitzend Bälle aufheben und weitergeben.

Tipps und Hinweise

  • Nur weiche Bälle, Kopftreffer zählen nicht.
  • Taktik besprechen lassen: Der Sanitäter sollte sich unauffällig verhalten; das macht die Rolle für ruhigere Kinder interessant.
  • Sitzende Kinder nicht als Deckung nutzen und nicht über sie springen.