Spachteln

Ein klassisches Draußenspiel mit selbstgeschnitztem Holzspachtel und einem Spachtelloch im Boden: Alle versuchen, ihren Spachtel mit Schwung in der Erde stecken zu lassen und dabei die Spachtel der anderen umzuwerfen. Wessen Spachtel umfällt, scheidet aus. Wer zuletzt übrig bleibt, gewinnt die Runde.

Auf einen Blick

  • Art: Geschicklichkeits- und Wurfspiel
  • Alter: ab 8 Jahren (Schnitzen unter Aufsicht)
  • Gruppengröße: mindestens 2, meistens 5–8 Spieler
  • Ort: draußen, auf weichem Boden
  • Dauer: 20–45 Minuten (mehrere Runden)
  • Vorbereitung: Spachtel schnitzen und Loch ausheben
  • Aufwand: mittel
  • Schwierigkeit: mittel

Material

  • pro Spieler ein Stück Holz, ungefähr so lang und dick wie ein Unterarm (der Spachtel)
  • Beil oder Messer zum Anspitzen
  • Spaten zum Ausheben des Spachtellochs
  • Wasser (optional, für ein matschiges Loch)
  • Farbe, Schnitzwerkzeug oder Schnur zum Verzieren (optional)

Vorbereitung

Spachtel: Jeder schnitzt sich aus einem Stück Holz einen Spachtel. Er sollte ungefähr so lang und dick wie ein Unterarm sein und wird an einem Ende mit einem Beil oder einem Messer angespitzt. Am besten verziert man den Spachtel oder gibt ihm ein spezielles Merkmal, damit man ihn auch dann noch erkennt, wenn er voller Dreck und Matsch ist.

Spachtelloch: Ein kreisrundes Loch mit einem Durchmesser von etwa einem Meter und einer Tiefe von etwa 20–30 cm ausheben. Wer möchte, macht das Loch mit Wasser etwas matschiger, damit es richtig spritzt, wenn ein Spachtel hineingeschlagen wird.

Ablauf

  1. Die Spieler (mindestens 2, meistens 5–8) stehen um das Spachtelloch herum.
  2. Die erste Person versucht, ihren Spachtel mit Schwung ins Loch zu hauen, sodass er mit der Spitze darin stecken bleibt.
  3. Dann geht es reihum. Jeder versucht, dass sein Spachtel stecken bleibt. Bleibt er nicht stecken, lässt man ihn einfach liegen.
  4. Nun versuchen die Spieler gezielt, mit ihrem Spachtel andere Spachtel so zu treffen, dass diese umfallen. Der eigene Spachtel muss dabei stehen bleiben. Fällt ein Spachtel um, ist sein Besitzer ausgeschieden.
  5. Man darf auch Spachtel angreifen, die am Boden liegen: Dazu schlägt man seinen Spachtel so nah am anderen in den Boden, dass man ihn berührt. Dann ist dieser draußen, wobei der eigene Spachtel wiederum stecken bleiben muss.
  6. Gespielt wird, bis nur noch ein Spieler übrig ist.
  7. Der Sieger eröffnet die nächste Runde und darf seinen Spachtel als Sieger nicht nachspitzen. Die anderen Spieler dürfen nur zwischen zwei Runden nachspitzen, nicht während einer laufenden Runde.

Tipps und Hinweise

  • Das Schnitzen und Anspitzen mit Beil oder Messer nur unter Aufsicht und mit Anleitung durchführen.
  • Beim Werfen auf ausreichend Abstand achten, damit niemand von einem Spachtel getroffen wird.
  • Der Boden sollte weich genug sein, damit die Spachtel stecken bleiben können.
  • Ein auffälliges Merkmal am Spachtel verhindert Verwechslungen im Matsch.