Verstehen Sie Spaß?

Lachen über harmlose Streiche: Nach dem Vorbild der TV-Show mit versteckter Kamera planen die Kinder lustige, ungefährliche Streiche, meistens an Mitarbeitenden, die mitspielen, ohne es zu wissen. Die Auflösung folgt sofort, und alle lachen zusammen. Alternativ führen die Kinder selbst ausgedachte Streich-Sketche auf.

Auf einen Blick

  • Art: Show- und Kreativprogramm
  • Alter: ab 9 Jahren
  • Gruppengröße: 6–40 Kinder
  • Ort: drinnen und draußen
  • Dauer: 60–120 Minuten
  • Vorbereitung: 30–60 Minuten
  • Aufwand: mittel
  • Schwierigkeit: mittel – Kreativität und Schauspiel

Material

  • je nach Streich, z. B. Requisiten, Verkleidungen
  • Handy oder Kamera zum Filmen (nur mit Einverständnis)
  • Beamer zum gemeinsamen Anschauen
  • „Auflösungsschild“ oder eine Glocke für den Moment der Auflösung

Vorbereitung

Mit den Kindern Regeln für gute Streiche besprechen: Ein guter Streich ist lustig für alle, auch für den, der hereingelegt wird. Niemand wird verletzt, beschämt oder geängstigt, und nichts geht kaputt. Mögliche Streich-Ideen:

  • Der Lieblingsstift der Leiterin klebt plötzlich am Tisch fest (Klebeband).
  • Alle Kinder antworten eine Minute lang nur flüsternd, als wäre das normal.
  • Ein „Gast“ (verkleideter Mitarbeitender) behauptet, er sei der neue Jungschar-Chef.
  • Im Raum wird alles ein kleines bisschen verändert, und die Gruppe tut so, als wäre nichts.

Einen Mitarbeitenden einweihen, der die Opfer hinterher aufklärt und sicherstellt, dass sie mit dem Film einverstanden sind.

Ablauf

  1. Gruppen planen jeweils einen Streich und besprechen ihn mit einem Mitarbeitenden.
  2. Der Streich wird durchgeführt und, wenn alle zustimmen, gefilmt.
  3. Auflösung direkt danach, mit gemeinsamem Lachen.
  4. Am Ende werden die Aufnahmen gemeinsam angeschaut (nur, wenn die „Opfer“ zustimmen).

Varianten

  • Streich-Sketche: Die Kinder schreiben und spielen kurze Szenen über einen erfundenen Streich, ohne echte Opfer.
  • Leiter-Streich an den Kindern: Die Mitarbeitenden spielen den Kindern einen harmlosen Streich, z. B. ein „neues“ Spiel mit absurden Regeln.
  • Aprilscherz-Edition zum 1. April.

Tipps und Hinweise

  • Streiche immer vorher von Mitarbeitenden absegnen lassen; Ekel, Angst oder Bloßstellung sind tabu.
  • Kein Filmen oder Teilen ohne Einverständnis; keine Veröffentlichung im Internet.
  • Kinder, die nicht gern Streiche spielen, können filmen, Requisiten bauen oder moderieren.
  • Anlass für ein Gespräch: Wann ist Spaß lustig, und wann tut er jemandem weh?