Kinderyoga ist eine spielerische Mischung aus Dehnen, Balancieren und Entspannen: Die Kinder werden zu Baum, Katze, Schlange oder Krieger, erleben eine Yoga-Geschichte und kommen am Ende zur Ruhe. Gut als Ausgleich zu wilden Spielen oder als Workshop auf einer Freizeit.
Auf einen Blick
- Art: Bewegungs- und Entspannungsangebot
- Alter: ab 5 Jahren
- Gruppengröße: 4–20 Kinder
- Ort: ruhiger Raum oder Wiese
- Dauer: 30–60 Minuten
- Vorbereitung: 20–30 Minuten
- Aufwand: gering
- Schwierigkeit: leicht
Material
- Yogamatten, Isomatten oder Decken
- ruhige Musik
- optional: Bildkarten der Haltungen, Klangschale oder Glöckchen, Kuscheltier für Atemübungen
Vorbereitung
Raum ruhig und gemütlich gestalten. Eine Abfolge von Übungen zusammenstellen, gern eingebettet in eine Geschichte (z. B. ein Ausflug in den Dschungel oder auf den Bauernhof). Übungen vorher selbst ausprobieren.
Ablauf
- Ankommen (5 Minuten): Alle sitzen im Schneidersitz, atmen tief ein und aus. Ein Kuscheltier auf dem Bauch hebt und senkt sich beim Atmen.
- Aufwärmen (5 Minuten): Arme kreisen, Schultern lockern, Füße massieren.
- Geschichte mit Haltungen (20–30 Minuten): Die Spielleitung erzählt, und die Kinder nehmen die Haltung zum Gehörten ein:
- Baum: Auf einem Bein stehen, der andere Fuß am Unterschenkel, Arme als Äste nach oben.
- Katze und Kuh: Im Vierfüßlerstand Rücken rund machen und durchhängen lassen.
- Hund: Hände und Füße am Boden, Po nach oben.
- Schlange (Kobra): Auf dem Bauch liegen, Oberkörper mit den Händen aufrichten, zischen.
- Schmetterling: Im Sitzen Fußsohlen aneinander, Knie flattern lassen.
- Berg: Aufrecht stehen, Arme lang nach oben.
- Partnerübung: Zwei Kinder bilden gemeinsam eine Figur (Doppelbaum, Brücke).
- Entspannung (5–10 Minuten): Auf dem Rücken liegen, Augen zu, eine kurze Fantasiereise oder Stille.
Varianten
- Schöpfungs-Yoga: Die Haltungen folgen den Schöpfungstagen (Sonne, Wasser, Baum, Fisch, Vogel, Tiere, Mensch), zum Schluss Ruhe am siebten Tag.
- Yoga-Würfel: Jede Augenzahl steht für eine Haltung.
- Yoga-Memory: Haltungen werden nachgemacht und in Folgen gemerkt.
Tipps und Hinweise
- Keine Leistungsorientierung; jedes Kind macht so weit mit, wie es kann.
- Nichts erzwingen, keine Schmerzen bei Dehnungen.
- Manche Gemeinden sehen Yoga wegen seiner Wurzeln in fernöstlichen Religionen kritisch. Im Kinderprogramm wird es meist als reine Dehn- und Entspannungsübung ohne spirituelle Inhalte angeboten; im Zweifel mit der Gemeindeleitung absprechen oder es „Dehn- und Entspannungsstunde“ nennen.